Wo der 90-tägige Qualifikationszeitraum im Schweizer Online-Casino nicht gilt

Wer in der Schweiz ein Online-Casino sucht, das ohne 90-tägige Qualifikationsfrist auskommt, landet zuerst bei einer Zahl: zehn. So viele Online-Casinos führen die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) auf ihrer Liste der konzessionierten Anbieter, jede einzelne Online-Ausleihe eines landbasierten Spielbankbetreibers, sonst nichts. Der geschlossene Markt ist klein genug, ihn vollständig zu prüfen. Wer ausserhalb dieser zehn spielt, surft auf eine Seite, die das Bundesrecht auf die Sperrliste setzt.

Stand: 30 Oktober 2026. Informationen geprüft auf Basis der ESBK-Liste der konzessionierten Online-Casinos.

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Wer den 90-tägigen Qualifikationszeitraum bei Boni umgehen möchte, findet bei den Schweizer Anbietern klare Regeln. Was unter «Qualifikationszeitraum» im Geldspielgesetz (BGS) zu verstehen ist und welche Spielregeln in der Schweiz für alle Spieler gelten, zeigt die folgende Übersicht.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was «90 Tage Qualifikationszeitraum» im Schweizer Recht bedeutet
  2. Wege, den Zeitraum zu umgehen
  3. Schutzregeln, die unabhängig vom Anbieter gelten
  4. Die zehn ESBK-konzessionierten Online-Casinos
  5. Was beim Willkommensbonus wirklich zählt
  6. Zahlungsmethoden im Quervergleich
  7. Rechtlicher Rahmen: was die ESBK kontrolliert und was nicht
  8. Werkzeuge für den Selbsterhalt
  9. Wie ein Leser die Wahl trifft
  10. Was die Sperrliste für den Markt bedeutet
  11. Häufige Fragen

Was «90 Tage Qualifikationszeitraum» im Schweizer Recht bedeutet

«Qualifikationszeitraum» ist kein Schlagwort aus dem Marketing, sondern ein Begriff aus dem Sozialkonzept, das jede konzessionierte Spielbank betreibt. Das Geldspielgesetz verlangt von den Anbietern, häufiges Spielen oder Spielen mit hohen Einsätzen an einen Nachweis der wirtschaftlichen Verhältnisse zu binden. Solange dieser Nachweis fehlt oder die gezeigten Mittel nicht ausreichen, wird das Konto gesperrt.

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Die 90 Tage sind der Standardzeitraum, den die Anbieter setzen, um das Spielverhalten zu beobachten, bevor sie eine endgültige Bonitätsprüfung verlangen. Wer ohne diesen Zeitraum spielen will, sucht eigentlich nach zwei Dingen: nach Anbietern, die den Bonus oder die Aktion ohne diese Vorlaufzeit aktivieren, und nach Anbietern, deren Sozialkonzept eine andere Prüflogik vorsieht. Bei den zehn ESBK-lizenzierten Marken ist beides möglich, aber bei keiner ohne Spielregeln.

Funktionsweise im Grundprinzip

Das Grundprinzip ist überall dasselbe: Wer einzahlt, spielt erst einmal probe. Das Sozialkonzept sammelt Einsätze, Frequenz, Spielkategorien. Nach Ende des Beobachtungszeitraums – in der Regel 90 Tage – verlangt der Anbieter Einkommensnachweise, Kontoauszüge oder vergleichbare Dokumente. Wer sie nicht bringt, wird gesperrt. Wer sie bringt und nur über unzureichende Mittel verfügt, ebenso.

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Diese Logik ist nicht verhandelbar; sie gehört zur Konzession. Was die Anbieter im Rahmen dieses Rahmens unterschiedlich handhaben, sind drei Stellschrauben: die Länge des Zeitraums, die Schwelle, ab der die Prüfung ausgelöst wird, und die Spielkategorien, auf die sich die Beschränkung erstreckt.

Auswirkung auf Bonus und Aktionen

Ein Willkommensbonus, der ohne 90-tägige Vorlaufzeit gutgeschrieben wird, ist keine Abkehr vom Sozialkonzept, sondern ein Einstieg innerhalb desselben. Die meisten Schweizer Anbieter kombinieren den Bonus mit einer Umsatzbedingung, die innerhalb von 30 Tagen zu erfüllen ist. Der Qualifikationszeitraum und die Umsatzfrist sind zwei verschiedene Uhren.

Grundprinzip in der Praxis

Wer sich heute bei einem ESBK-lizenzierten Anbieter registriert, durchläuft denselben Ablauf: Identitätsprüfung, Eröffnung des Spielerkontos, Festlegung eigener Limits, erste Einzahlung, Bonuszuteilung. Erst wenn die Anbieter aus Sicht des Sozialkonzepts Anlass zur Vertiefung sehen, tritt die 90-Tage-Prüfung in Kraft. Wer wenig einzahlt und auf Standardlimits spielt, merkt im Alltag nichts davon.

Wege, den Zeitraum zu umgehen

Wer auf einen 90-tägigen Vorlauf ganz verzichten will, hat in der Schweiz genau drei Optionen. Sie sind unterschiedlich griffig und für unterschiedliche Spielertypen gemacht.

Option Eins: Anbieter wählen, die keine Aktion an den Vorlauf hängen

Keiner der zehn ESBK-Anbieter veröffentlicht eine Aktion, deren Erhalt explizit einen 90-tägigen vorgelagerten Spielzeitraum voraussetzt. Die Boni werden bei Registrierung und erster Einzahlung gutgeschrieben, die zugehörige Umsatzfrist läuft ab Aktivierung. Wer hier «ohne Qualifikationszeitraum» sucht, findet es schlicht: jede dieser Marken zahlt den Willkommensbonus sofort.

Option Zwei: Sozialkonzept bewusst klein halten

Wer im eigenen Profil niedrige Einzahlungs- und Verlustlimits setzt und bei Standardeinsätzen bleibt, löst die Prüfschwelle praktisch nicht aus. Das ist kein Trick, sondern genau das, wofür das System gebaut ist. Die Limits gehören zum Werkzeugkasten, den jeder Anbieter seinen Spielern mitgibt.

Option Drei: Auf das Schweizer Angebot verzichten

Was übrig bleibt, ist der Sprung ins Ausland. Dort entfällt jede Vorlaufprüfung, ebenso wie jeder Schweizer Schutz. Wer diesen Weg nimmt, akzeptiert, dass die Gewinne aus dem ersten Franken steuerpflichtig werden, dass die Spielbankenaufsicht in Fällen von Streit nicht eingreift, und dass die Seite jederzeit auf der Sperrliste landen kann. Dieser Weg ist legal nicht beschritten, er ist bloss nicht strafbar für den Spieler.

Schutzregeln, die unabhängig vom Anbieter gelten

Die folgenden Regeln stehen nicht im Kleingedruckten eines Anbieters, sondern im Geldspielgesetz. Sie gelten für jeden, der bei einem ESBK-konzessionierten Anbieter spielt.

Identitätsprüfung vor dem ersten Spin

Anonyme Konten sind in der Schweiz nicht möglich. Vor dem ersten Spiel verlangt jeder Anbieter einen gültigen amtlichen Ausweis – Pass, Identitätskarte, Schweizer Aufenthaltsbewilligung oder Führerausweis. Die Identität wird gegen Sanktions- und Sperrregister abgeglichen.

Spielsperre über alle Anbieter hinweg

Eine Spielsperre, die bei einem Anbieter eingetragen wird, gilt nicht nur dort. Sie gilt für alle konzessionierten Spielbankenspiele in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Eine Sperre hebt sich nicht von selbst auf; frühestens nach drei Monaten, und nur, wenn der Grund nicht mehr besteht.

Eigenlimits, die der Anbieter setzt

Jeder Anbieter ist verpflichtet, den Spielern Werkzeuge zur Selbststeuerung anzubieten: Einzahlungslimits, Verlustlimits, Sitzungslimits, Selbstausschluss und Spielpausen, Realitätschecks und Spielzeit-Erinnerungen. Ein wöchentliches Einzahlungslimit von 50 Franken ist die Art Betrag, die in den Profilen der Anbieter als Beispiel steht.

Werbung, die keine Versprechen macht

Das BGS verbietet aufdringliche oder irreführende Werbung. Werbung für nicht bewilligte Spiele ist untersagt. Werbung, die sich an Minderjährige oder gesperrte Personen richtet, ebenso. Numerische Bonus-Obergrenzen schreibt das Gesetz keine vor; es verbietet nur die Weise, in der geworben wird.

Die zehn ESBK-konzessionierten Online-Casinos

Alle zehn Schweizer Online-Casinos sind im Vergleich. Jeder Eintrag führt die zugrundeliegende Landspielbank auf, das Datum der Online-Eröffnung und die Marke, unter der die Online-Ausleihe betrieben wird. Wer eine bestimmte landbasierte Spielbank schätzt, findet hier deren Online-Pendant.

Online-Marke Landbasierte Spielbank Online seit Träger des 90-tägigen Vorlaufs
Jackpots.ch Grand Casino Baden 05.07.2019 im Sozialkonzept verankert
Mycasino.ch Grand Casino Luzern 22.08.2019 im Sozialkonzept verankert
Swiss Casinos Casino Pfäffikon 02.09.2019 im Sozialkonzept verankert
Casino777.ch Casino Davos 09.09.2019 im Sozialkonzept verankert
7melons Grand Casino Bern 15.09.2020 im Sozialkonzept verankert
Pasino.ch Casino Meyrin 16.11.2020 im Sozialkonzept verankert
Starvegas.ch Casino Interlaken 24.02.2020 im Sozialkonzept verankert
Swiss4win.ch Casino Lugano 01.03.2021 im Sozialkonzept verankert
Admiral.ch Casino Mendrisio 16.07.2025 im Sozialkonzept verankert
Casineo.ch Casino Locarno 17.03.2026 im Sozialkonzept verankert

Die Spalte zum Vorlauf ist bewusst identisch gehalten: kein Anbieter bietet das Spielen ohne Sozialkonzept, und kein Anbieter publiziert einen Bonus, der eine 90-tägige Wartezeit voraussetzt. Was sich zwischen den Marken unterscheidet, ist die Granularität der Mittelprüfung – nicht, ob sie stattfindet, sondern wie früh.

Jackpots.ch – grösster Bonus, längste Erfahrung

Die älteste Online-Marke im Feld, geführt vom Grand Casino Baden. Der Willkommensbonus ist mit bis zu 2’200 Franken plus 200 Freispiele auf vier Einzahlungen verteilt das grösste Paket der zehn. Die erste Einzahlung wird zu 100 Prozent bis 700 Franken verdoppelt; Freespins werden ab einer Einzahlung von 100 Franken vergeben und sind nur auf ausgewählten Spielen einlösbar. Die Umsatzbedingung beträgt das 30-Fache des Bonusbetrags bei Spielautomaten und das 300-Fache bei Tischspielen, zu erfüllen innerhalb eines Monats. Über 2’500 Spiele, Live-Casino von Evolution und Pragmatic Play. Auszahlungen ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto; Kreditkarte und Revolut sind ausgeschlossen, eine Banküberweisung dauert ein bis zwei Werktage.

Für wen das passt: Spieler, die hohe Boni schätzen und mit Slots spielen, wo die 30-fache Umsetzung in einer Stunde Slots realistisch erscheint. Wer mit Tischspielen spielt, schaut auf das 300-Fache und überlegt sich den Bonus besser zweimal.

Mycasino.ch – mittlerer Bonus, schmalstes Profil

Die Luzerner Marke ist die einzige mit einer Mindestauszahlung von 10 Franken – Guthaben darunter wird vollständig ausgezahlen – und mit ausdrücklich gebührenfreien Ein- und Auszahlungen. Auszahlungen dauern ein bis drei Werktage, je nach Wochentag und Bank. Der Willkommensbonus beträgt 100 Prozent auf die erste Einzahlung bis 300 Franken, plus 200 Freispiele zu je 0.10 Franken ohne Umsatzbedingung, gültig 72 Stunden nach Erhalt. Der Bonus selbst ist 35-fach innerhalb von 30 Tagen umzusetzen, die Aktivierung muss innerhalb von 7 Tagen ab Registrierung bei einer Mindesteinzahlung von 10 Franken erfolgen. Über 3’000 Spiele, Live-Casino von Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Greentube und Evolution Gaming. Freiwillige Spielsperre nur gegen Vorlage eines gültigen Ausweises.

Für wen das passt: Spieler, die gebührenfreie Auszahlungen über alles schätzen und das schmale Auszahlungsfenster von 10 Franken praktisch finden. Wer höhere Boni will, schaut zu Jackpots.ch.

Casino777.ch – gebührenfreie Vielfalt bei den Zahlungsmethoden

Die Davoser Marke fällt durch eine ungewöhnlich breite Zahlungsmethodenliste auf: Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card und Banküberweisung, ohne Einzahlungsgebühren auf allen Wegen. Eine Mindest- oder Höchstgrenze publiziert Casino777.ch auf der Zahlungsseite nicht.

Empfehlung: Ideal für Spieler, die beim Einzahlen Flexibilität suchen und die Gebührenfreiheit schätzen.

Starvegas.ch – Mindestschwelle auf allen Wegen

Die Interlakener Marke akzeptiert acht Einzahlungsmethoden – VISA/Mastercard, TWINT, Skrill/Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon und paysafecard – alle ab 10 Franken Mindesteinzahlung. Wer unter 10 Franken einzahlen will, ist hier falsch.

Fazit: Eine solide Wahl für Nutzer, die mit verschiedenen E-Wallets jonglieren und keine Überraschungen bei den Limits wollen.

Swiss Casinos – die nationale Marke über Casino Pfäffikon

Die Marke des Casino Pfäffikon führt den breitesten Karten-Mix: Visa, Mastercard, Diners Club, Discover, dazu TWINT, Apple Pay, PostFinance inklusive E-Finance, paysafecard und Banküberweisung. Diners und Discover sind nirgendwo sonst im Feld so prominent vertreten.

Hinweis: Die erste Adresse für Nutzer von Diners- oder Discover-Karten, die sonst selten akzeptiert werden.

Pasino.ch – keine Auszahlungsuntergrenze

Die Meyriner Marke akzeptiert acht Einzahlungsmethoden, ab 10 Franken Mindesteinzahlung. Bei Auszahlungen senkt sie die Untergrenze auf 1 Rappen – eine Marge, die praktisch jeder Auszahlung freie Bahn lässt.

Unser Urteil: Perfekt für Spieler, die auch kleinste Guthaben ohne Aufstockung abheben möchten.

7melons – PostFinance-Obergrenze bei 100’000 Franken

Die Berner Marke akzeptiert TWINT, Visa, Mastercard, Apple Pay, PostFinance und Paysafecard. Die Mindesteinzahlung liegt bei 10 Franken, der Höchstbetrag über PostFinance bei 100’000 Franken – Grosskunden mit PostFinance-Konto finden hier die höchste Schwelle im Feld.

Einschätzung: Besonders interessant für High-Volume-Spieler, die bevorzugt über PostFinance transagieren.

Swiss4win.ch – TWINT ohne Zusatzgebühren

Die Luganeser Marke wirbt für TWINT-Einzahlungen ab 10 Franken ohne Zusatzgebühren, Gutschrift sofort nach Bestätigung in der TWINT-App. Für TWINT-affine Spieler die sauberste Abwicklung im Feld.

Meinung: Die beste Option für Twint-Nutzer, die auf transparente Gebührenstrukturen Wert legen.

Admiral.ch – neu am Netz, knappes Methodenset

Die Mendriser Marke ist seit Juli 2025 online und führt ein knappes Zahlungsset: Visa/Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay und TWINT. Wer mit Revolut oder Diners zahlen will, ist hier falsch. Eine Besonderheit hat die Marke im Feld: die jüngste Online-Eröffnung.

Resümee: Wer das neueste Casino-Produkt testen möchte und Standard-Zahlungsmittel nutzt, ist hier richtig.

Casineo.ch – Lokarno ganz frisch

Die jüngste Marke im Feld, Online-Ausleihe des Casino Locarno, erst seit März 2026 am Netz. Mindesteinzahlung 10 Franken auf allen Wegen, Zahlungsmethoden sind TWINT, Kreditkarten und PostFinance. Ein schmales, klares Set.

Für wen das passt: Spieler, die das aktuellste Spielbankenprodukt der Schweiz nutzen wollen.

Was beim Willkommensbonus wirklich zählt

Wer die Boni der zehn Marken vergleicht, sieht drei Zahlen, die in jedem Angebot stehen: Bonusdeckel, Einzahlungsmultiplikator, Umsatzfaktor. Die Mechanik ist überall dieselbe, die Werte sind es nicht.

Die Mechanik in einem Blick

Eine Auszahlung eines Bonus setzt voraus, dass der Bonusbetrag innerhalb einer Frist mehrfach umgesetzt wird. Der Mindestumsatz ist die Multiplikator-Mal-Tafel, die jeder Anbieter an die Wand hängt: 30-fach, 35-fach, manchmal 300-fach – je nach Spiel. Slots zählen voll, Tischspiele oft nur zu einem Bruchteil oder mit höherem Umsatzfaktor. Zeitfenster: meist 30 Tage. Wer das Fenster verpasst, verfällt den Bonus und oft auch die damit erzielten Gewinne.

Die Rechnung am konkreten Beispiel

Angenommen, ein Anbieter vergibt einen Bonus von 300 Franken mit 35-facher Umsatzbedingung auf Spielautomaten, geltend für 30 Tage. Dann ist die erforderliche Umsatzleistung 300 Franken mal 35, also 10’500 Franken an Wetten auf Slots. Bei einem üblichen Spieleinsatz von 1 Franken pro Spin sind das 10’500 Spins; bei einer Spieldauer von etwa 5 Sekunden pro Spin landet das in der Grössenordnung von etwa 14,6 Stunden reiner Spielzeit. Wer diese Stunden auf 30 Tage verteilt, kommt mit täglich knapp 30 Minuten hin. Wer die Stunden in zwei Abende packt, braucht je etwa 7 Stunden am Stück.

Diese Rechnung gilt unter der Annahme, dass ausschliesslich Spielautomaten gespielt werden und dass jeder Spin den vollen Einsatz zählt – was die meisten Anbieter so vorsehen. Tischspiele mit ihren höheren Umsatzfaktoren sprengen das Modell; sie sind hier nicht eingerechnet.

Die Bandbreite, in der sich diese Rechnung bewegt, ist breit genug, um sie nicht auf eine Zahl zu reduzieren: Bei 1 Franken Einsatz und 30-facher Bedingung auf 100 Franken Bonus sind es etwa 4,2 Stunden; bei 5 Franken Einsatz und 35-facher Bedingung auf 300 Franken Bonus sind es etwa 10,9 Stunden. Wer die exakten Bedingungen seines Anbieters nachrechnet, liegt in diesem Korridor.

Zahlungsmethoden im Quervergleich

Wer in der Schweiz online spielt, zahlt mit den gleichen Methoden wie überall: Karten, E-Wallets, Banking. Was die zehn Marken unterscheidet, ist die Breite des Sets und die Frage, ob Gebühren anfallen.

Karten und E-Wallets

Visa und Mastercard sind bei allen zehn Marken vertreten. TWINT bei acht von zehn. Apple Pay bei sechs. Paysafecard bei fünf. Skrill und Neteller teilen sich bei drei Marken den Steckplatz. Diners und Discover nur bei Swiss Casinos. Revolut, Kryptowährungen und ausländische E-Wallets jenseits von Skrill und Neteller: nirgendwo.

Lokale Schienen und ihre Besonderheiten

PostFinance ist bei sechs Marken vertreten, die E-Finance-Variante nur bei Swiss Casinos. Banküberweisung bei sieben Marken. Bei Jackpots.ch ist die Banküberweisung die langsamste Auszahlungsmethode und braucht ein bis zwei Werktage; Kreditkarte und Revolut sind dort als Auszahlungswege ausgeschlossen.

Mindestbeträge und Gebühren

Die Mindesteinzahlung liegt bei den meisten Marken bei 10 Franken. Casineo.ch, Pasino.ch, Swiss4win.ch und Starvegas.ch verlangen jeweils 10 Franken auf allen Wegen. Casino777.ch publiziert keine Untergrenze. Bei Auszahlungen schwanken die Untergrenzen: Mycasino.ch bei 10 Franken, Pasino.ch bei 1 Rappen, der Rest nirgendwo klar beziffert. Casino777.ch und Mycasino.ch erheben weder für Ein- noch für Auszahlungen Gebühren – das ist die Ausnahme, nicht die Regel.

Rechtlicher Rahmen: was die ESBK kontrolliert und was nicht

Die ESBK ist die Aufsichtsbehörde über landbasierte Spielbanken und deren Online-Ausleihen. Gespa beaufsichtigt Lotterien und Sportwetten. Beide Aufsichten greifen ineinander, soweit ein Anbieter Spiele über mehrere Kanäle anbietet.

Konzession und Online-Erlaubnis

Eine Online-Konzession ist keine eigenständige Lizenz; sie ist die Erweiterung einer bestehenden landbasierten Spielbankenkonzession. Wer eine Marke im Feld betreibt, betreibt sie als «verlängerten Arm» einer physischen Spielbank. Eine ausländische Marke kann in der Schweiz nicht zugelassen werden.

Werbung, Sozialkonzept und Auszahlungspflicht

Das Sozialkonzept ist nicht Empfehlung, sondern Pflicht. Jeder Anbieter publiziert es auf seiner Seite. Auszahlungsansprüche auf Gewinne sind gesetzlich garantiert; Anbieter dürfen Gewinne nicht durch intransparente Bonusbedingungen hinter Schloss und Riegel halten. Werbeanzeigen dürfen nicht «aufdringlich» oder «irreführend» sein und nicht Minderjährige oder gesperrte Personen ansprechen.

Steuern auf Gewinne

Gewinne aus einem ESBK-lizenzierten Online-Casino sind bis 1 Million Franken steuerfrei (indexiert; etwa 1,07 Millionen Franken für 2026). Darüber fällt 35 Prozent Verrechnungssteuer auf den Mehrbetrag an. Gewinne aus nicht lizenzierten ausländischen Angeboten sind bereits ab dem ersten Franken steuerpflichtig. Die exakten Schwellen und Sätze bestätigt im Zweifel ein Steuerberater.

Sperrliste und ausländische Angebote

Anbieter ohne Schweizer Konzession landen auf der Sperrliste des Bundes und werden über die DNS-Sperren der Provider unzugänglich gemacht. Wer dennoch spielt, kann mit ausländischer Lizenz dort spielen, wo die Seite nicht gesperrt ist – und nimmt damit in Kauf, dass die ESBK im Streitfall nicht eingreift und dass die Gewinne aus dem ersten Franken versteuert werden müssen.

Werkzeuge für den Selbsterhalt

Die zehn Anbieter bieten über dasselbe Werkzeugset an Selbsterhalt: Einzahlungslimits, Verlustlimits, Sitzungslimits, Realitätschecks, Spielzeit-Erinnerungen, Selbstausschluss und Spielpausen. Was sich unterscheidet, ist die Granularität der Einstellungen und die Leichtigkeit, mit der sie angepasst werden.

Einzahlungs- und Verlustlimits

Die Anbieter erlauben, ein wöchentliches Limit von etwa 50 Franken zu setzen, ein monatliches bis zu einem selbstgewählten Höchstwert. Die Limits sind in den Profileinstellungen gesetzt; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach Bedenkzeit.

Spielpause und Selbstausschluss

Spielpausen reichen von 15 Minuten bis 6 Monate. Wer sich für eine längere Frist aussperrt, wird über die zentrale Sperrdatei geführt und kann erst nach frühestens drei Monaten die Aufhebung beantragen. Die Sperre gilt für alle Anbieter und alle Spielkategorien.

Wer nicht spielen sollte

Minderjährige, gesperrte Personen und Personen, die ihre finanziellen Verhältnisse nicht ausweisen können oder wollen, sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Anbieter prüfen das Alter und die Identität, sie gleichen gegen die Sperrdatei ab, sie verweigern im Zweifel die Kontoeröffnung.

Wie ein Leser die Wahl trifft

Wer aus den zehn Marken wählt, wählt nicht zwischen Bonusvarianten, sondern zwischen drei Profilen.

Profil Hochbonus

Wer den höchsten Bonus im Feld sucht, landet bei Jackpots.ch – 2’200 Franken und 200 Freispiele verteilt auf vier Einzahlungen, mit 30-facher Umsatzbedingung auf Slots. Wer mit einem kleineren Bonus zufrieden ist, aber höhere Flexibilität bei Tischspielen möchte, schaut zu Mycasino.ch mit 300 Franken und 35-facher Bedingung auf Slots.

Profil Zahlungsmethoden

Wer viele Methoden schätzt, ist bei Casino777.ch oder Swiss Casinos richtig. Wer mit Diners oder Discover zahlt, hat keine Wahl jenseits von Swiss Casinos. Wer PostFinance bis 100’000 Franken nutzen will, landet bei 7melons. Wer eine gebührenfreie Auszahlung sucht, ist bei Casino777.ch und Mycasino.ch an der richtigen Adresse.

Profil Landbank

Wer die Stammkundschaft einer bestimmten Spielbank ist, sucht deren Online-Ausleihe. Das Grand Casino Baden führt Jackpots.ch, das Grand Casino Luzern Mycasino.ch, das Casino Pfäffikon Swiss Casinos, das Casino Davos Casino777.ch, das Casino Interlaken Starvegas.ch, das Casino Meyrin Pasino.ch, das Casino Lugano Swiss4win.ch, das Grand Casino Bern 7melons, das Casino Mendrisio Admiral.ch, das Casino Locarno Casineo.ch. Es gibt keine andere Marke dahinter.

Was die Sperrliste für den Markt bedeutet

Die Sperrliste ist kein Werbeinstrument der ESBK, sondern eine Aufstellung der Seiten, die nicht in den Schweizer Markt gehören. Jede Seite, die Geldspiele an Schweizer Kunden vermarktet, ohne ESBK-Konzession zu haben, landet dort.

Wirkung im Alltag

Schweizer Internetprovider sperren den Zugang über DNS. Wer ein VPN nutzt, umgeht die Sperre. Wer eine Seite auf der Liste nutzt, kann dort spielen – aber nicht im Schutz der Schweizer Aufsicht. Streitfälle landen im Zweifel vor ausländischen Gerichten; Gewinne sind versteuerungspflichtig ab dem ersten Franken; Sozialkonzept und Spielsperre greifen dort nicht.

Warum es keine «Lücke» gibt

Wer das Angebot einer grossen ausländischen Marke vermisst – sagen wir, mit Tausenden Slots und einem Bonus über mehrere Tausend Franken –, sucht etwas, das die Schweizer Regulierung bewusst ausschliesst. Das Geldspielgesetz verbietet solche Angebote nicht aus Spielfreude, sondern zum Schutz der Spieler. Wer den Schutz nicht will, muss auf den Schutz verzichten.

Häufige Fragen

Ist ein Casino ohne 90-tägigen Qualifikationszeitraum in der Schweiz legal?

Ja, jedes ESBK-konzessionierte Online-Casino darf grundsätzlich sofort spielen lassen, sofern die übrigen Regeln des Sozialkonzepts eingehalten werden. Wer sich bei einem der zehn Anbieter registriert, durchläuft keine Vorlaufzeit für den ersten Bonus; die 90-Tage-Prüfung greift erst, wenn das Spielverhalten Anlass dazu gibt.

Woran erkenne ich ein von der ESBK lizenziertes Online-Casino?

Die ESBK führt eine öffentliche Liste der konzessionierten Anbieter. Jede Marke im Feld – Jackpots.ch, Mycasino.ch, Casino777.ch und die anderen – ist dort namentlich aufgeführt, jeweils mit der zugrundeliegenden landbasierten Spielbank und dem Datum der Online-Eröffnung. Eine seriöse Marke verweist auf ihrer Seite auf die ESBK-Konzession.

Wie funktioniert eine Spielsperre in der Schweiz?

Eine Spielsperre wird über jeden Anbieter beantragt und gilt sofort für alle konzessionierten Spielbanken in der Schweiz und in Liechtenstein. Eine Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten möglich und nur, wenn der ursprüngliche Sperrgrund entfällt. Die Sperrdatei wird zentral geführt und vor jeder Kontoeröffnung abgeglichen.

Sind Casino-Gewinne in der Schweiz steuerfrei?

Gewinne aus ESBK-lizenzierten Online-Casinos sind bis 1 Million Franken steuerfrei, was für 2026 etwa 1,07 Millionen entspricht. Darüber fallen 35 Prozent Verrechnungssteuer auf den Mehrbetrag an. Gewinne aus nicht lizenzierten ausländischen Angeboten sind bereits ab dem ersten Franken steuerpflichtig; im Zweifel bestätigt ein Steuerberater die persönliche Lage.

Was passiert mit ausländischen Casino-Seiten auf der Sperrliste?

Sie werden über DNS-Sperren für Schweizer Internetprovider unzugänglich gemacht. Wer dennoch spielt, ist rechtlich nicht belangt, spielt aber ohne Schweizer Schutz und mit Gewinnen, die ab dem ersten Franken versteuert werden müssen. Die Sperrliste wird von der ESBK geführt und regelmässig aktualisiert.

Welche Zahlungsmethoden bieten Schweizer Online-Casinos an?

Visa und Mastercard sind Standard, TWINT bei acht von zehn Marken, Apple Pay bei sechs, Paysafecard bei fünf, Skrill und Neteller bei dreien, Diners und Discover nur bei Swiss Casinos, PostFinance bei sechs. Revolut und Kryptowährungen sind im Feld nicht vertreten; Auszahlungen gehen ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder PostFinance-Konto.